Freispruch im Mimosa Hostilis-Verfahren

Über die grundsätzliche Strafbarkeit des Besitzes des Stoffes Dimethyltryptamin (DMT) zu Rauschzwecken, der unter anderem in der recht populären Wurzelrinde Mimosa Hostilis enthalten ist, hatten wir bereits an anderer Stelle berichtet. In einem weiteren Verfahren in diesem Zusammenhang wegen Besitzes von DMT vor dem Schöffengericht Köln wurde unser Mandant nach 3 Hauptverhandlungstagen freigesprochen.

Unserem Mandanten wurde von der Staatsanwaltschaft der Besitz von 500 Gramm Wurzelrinde vorgeworfen. Die Bruttomenge sollte, unter Bezugnahme auf ein Urteil des Landgerichts Frankenthal, damit die Grenze zur nichtgeringen Menge Dimethyltryptamin (DMT) um das ca. 4-fache übersteigen. Das Schöffengericht konnte nach der 3 – tägigen Beweisaufnahme überhaupt keine Strafbarkeit unseres Mandanten feststellen. Es konnte weder Feststellungen treffen, dass er das DMT besessen hatte, noch dass er es über den Shop herbs and more überhaupt bestellt hatte. Aus diesem Grunde musste das Schöffengericht sich auch nicht mit der Frage auseinandersetzen, ob als Zweck die berauschende Wirkung beabsichtigt war, da nur der Umgang von DMT zu Rauschzwecken unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung beantragt. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Das Schöffengericht schloss sich unserer Argumentation an. Das Urteil ist rechtskräftig (Az.: 583 Ls 47/20).

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